TYPO3 MULTISHOP

Obergermanisch-rätischer Limes

Welterbe-Nachbar des Oberen Mittelrheins: der LIMES

Zwei Unesco-Welterbe dicht beieinander? Gibt’s nicht! Und doch, das Welterbe Oberes Mittelrheintal hat nur wenige Kilometer entfernt einen „Partner“, den Obergermanisch-rätischen Limes. Drei Jahre nach dem Oberen Mittelrheintal wurde auch der 550 Kilometer lange Schutzwall der Römer als herausragendes Bodendenkmal mit dem Welterbe-Siegel versehen. Er beginnt bei Rheinbrohl am Rhein mit dem Caput Limitis, dem ersten Limeswachturm, und berührt mit dem Kastel Niederberg auf dem Stadtgebiet von Koblenz das Obere Mittelheintal. 33 Kilometer dieser antiken Grenze verlaufen im Rhein-Lahn-Kreis von Arzbach über Holzhausen im Taunus über die hessische Grenze hinweg. Im benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis reicht er 38 Kilometer weit bis nach Glashütten. Der Limes war zwischen Rhein und Donau im 2. und 3. Jahrhundert nach Christi die Grenze der römischen Provinzen Obergermanien (Germania superior) und Raetien (Raetia) zum freien Germanien (Germania libera). Seine Überreste sind heute das längste und bekannteste archäologische Denkmal in Deutschland. Der Limes verläuft vom Rhein nördlich von Koblenz bis zur Donau westlich von Regensburg. Entlang der ehemaligen Grenze des Römischen Reiches standen zuletzt fast 900 Wachttürme, zahlreiche Kleinkatelle und über 60 große Kohortenkastelle. Die Überreste des Obergermanisch-rätischen Limes und der zugehörigen Anlagen sind bis heute auf weiten Abschnitten noch sichtbar erhalten.