TYPO3 MULTISHOP

UNESCO Welterbe

Das Kultur- und Naturerbe der Menschheit zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. Dies ist das Ziel der UNESCO-Welterbe-Konvention, die am 16. November 1972 unterzeichnet wurde. Sie ist eines der erfolgreichsten Programme seit Gründung der Vereinten Nationen. Die Bundesrepublik bekennt sich zu den Idealen des Welterbes und anerkennt seine Wichtigkeit für den Schutz dieser Denkmale. 

Zum Kulturebe der Welt gehören über 1000 Kultur- und Naturstätten in mehr als 160 Staaten der Erde. In Deutschland sind es derzeit 40, darunter insbesondere Kirchen, Klöster samt Parkanlagen und mittelalterliche Städte. Archäolgische Fundstätten außerhalb der klassischen Mittelmeerwelt sind bislang auf der Welterbeliste nur sehr wenige vertreten. 

In Rheinland-Pfalz finden sich allein vier Welterbestätten:

  • die Römerbauten in Trier
  • der Dom in Speyer
  • das Obere Mittelrheintal
  • der Obergermanisch-rätische Limes

Am Mittelrhein finden Sie zwischen Bingen / Rüdesheim und Koblenz das Obere Mittelrheintal und bei Rheinbrohl / Bad Hönningen den Beginn des Obergermanisch-rätschen Limes.

In Koblenz berühren sich diese beiden bedeutenden Welterbestätten mit dem Kastell Niederberg im Stadtteil Ehrenbreitstein.

Oberes Mittelrheintal

Millionen Jahre ist es her,
da war´s hier ganz schön öd' und leer,
denn hier, wo wir nun grade stehn,
gab´s außer Wasser nichts zu sehn.

Erst später dann im Lauf der Zeit,
war man zu "Höherem" bereit.
Es schoben sich zwei Riesenplatten
der Kontinente aus dem Schatten.
Gebirge wurden hübsch gefaltet,
mit blauem Schiefer wohl gestaltet.

Der Rhein verband voll Tatendrang
den Süden mit dem Norden dann.
Er gräbt sich fleißig für sein Bett,
n'en tiefen Canyon, ganz adrett.
So schuftet er von Jahr zu Jahr,
bis hier das Mittelrheintal war.

Bei Bingen ist er noch bis heut´.
beinah zwei Kilometer breit,
doch dann fließt flotter er zu Tal,
wird 130 Meter schmal.
Und oberhalb von St. Goar,
da wird er richtig wild sogar.

In Bacharach und Oberwesel
hat man kein Echo mit ´nem Esel,
jedoch sehr hübsche kleine Gassen,
die zu den Fachwerkhäusern passen.
Umringt von Weinberg, Schiefer, Fels,
lebte in Kaub die junge Els.
Als Elslein war sie wohl bekannt,
führte das Heer mit sichrer Hand.
Auch Marschall Blücher sich nicht ziert,
und eilig über'n Rhein marschiert.

Am Fluss entlang die ganzen Städte,
die eiferten nun um die Wette,
wer hier am Rhein die Schönste sei?
Da lachte laut die Loreley.
Was wollt ihr nur, das bin dioch ich!
Vor mir verbeugt sich jeder Fisch.
Von Schiffern, Lotsen ganz zu schweigen,
die tanzen vor mir ihren Reigen.

Die Loreley, so war ihr Name,
sie rüttelt an so manchem Kahne
bis in den Fluten er versank
und Mann und Maus mit ihm ertrank.
von hohem Felsen sie genießt,
des Rheines Anblick, der dort fließt.
sie kämmt ihr langes blondes Haar.
Ob sie hier wohl lebendig war?

Im Rheintal gibt es viel zu tun
Weltkulturerbe sind wir nun.
Am Mittelrhein gibt's viel zu sehn,
da ist das Rheintal wunderschön.
Es harmoniert Mensch mit Natur,
stets ist man Neuem auf der Spur.
Seltene Pflanzen, Tiere und mehr,
locken Gäste aus fremden Ländern her.
Auch wir sind begeistert von unserem Tal.
Daher bleibt uns allen auch gar keine Wahl.

Nur hier wollen wir Gästeführer sein,
im Weltkulturerbe Mittelrhein!

Andrea Bouillon, 2008